Beiträg zur OBM 2020

KANADAS WESTEN auf der OBM 2020

Vom 4. bis 8. November findet die Online-Buchmesse statt. Zum ersten Mal nehme auch ich dort Teil und berichte Dir viele Dinge rund um mein Buch, die Du so noch nicht kennst. Wie kam es zu dem Buch, was waren die Beweggründe? Wieso zieht es mich so sehr nach Kanada und was ist das Besondere an diesem Land – gerade auch im Unterschied zu Deutschland.

Durch die Online-Buchmesse wird mich die Bloggerin Elena von „Elenas ZeilenZauber“ begleiten. Schaut gerne mal bei Ihr vorbei, sie ist ebenfalls eine begeisterte Fotografin und reist sehr gerne durch die Weltgeschichte.

Viel Spaß wünsche ich Dir beim Lesen und wenn Fragen oder Anmerkungen sind – immer her damit, entweder im Kontaktformular, per E-Mail oder bei Instagram und Facebook.

Wie kommt man dazu eine Laudatio auf ein Land zu halten – und das auch noch in Form eines Reisebegleiters? Um das zu begreifen, müssen wir ein wenig zurückspulen und das Leben dieses Autors beleuchten bzw. tiefer in der Vergangenheit graben… Vorab: Erwartet jetzt bitte keine schmutzigen Details oder Skandale, die wird es nicht geben. 🙂

Alles begann im Jahr 2002, als unser Autor gerade mal 17 oder 18 Jahre alt war. Genau ist es nicht überliefert, aber durch eine Naturdokumentation im Fernsehen, durch Bilder in einem Reisemagazin oder vielleicht auch aufgrund einer Anzeige im Internet war Ralf vollkommen fasziniert von einer Region, die knapp 9,5 Stunden Flugzeit von Deutschland entfernt liegt: Westkanada. Genug hatte er von den ganzen Urlauben in Österreich oder den Niederlanden. Natürlich machte er seinen Eltern keinen Vorwurf – eine Flugreise mit 5 Personen war auch damals schon sehr teuer. Doch er wollte raus. Raus aus diesem kleinen Kaff, wo er aufwuchs. Raus aus Deutschland, raus aus Europa – er wollte die Welt entdecken! Vor allem die Flora und Fauna hat ihn immer schon von klein auf begeistert und die Bären, Elche und Wale in Kanadas Westen hatten es ihm einfach angetan. Wilde Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu entdecken – ohne vielleicht durch den tiefen Urwald alleine streifen zu müssen – das war sein Traum. Dazu die atemberaubende Kulisse der Rocky Mountains… Doch weshalb hat es jetzt 10 Jahre gedauert, bis der Traum endlich wahr wurde?

Wir wissen es alle – es läuft im Leben nicht immer alles so rund, wie man es sich vorstellt. Und als nach dem Abitur 2004 sein gewünschtes Studium nicht möglich war, stand er erstmal da. Was nun?  Ralf gab nicht auf und suchte weiter nach Möglichkeiten, seinen Wunsch vom Journalismus irgendwie noch zu erfüllen. Doch es war hart ohne Erfahrungen überhaupt Praktikumsstellen zu finden. Hätte er damals schon gewusst, dass er erst 1 Jahr später eine Ausbildung zum Mediengestalter starten würde (dazu noch an einer privaten Einrichtung) und wäre er damals ein bisschen selbstbewusster gewesen, so wie heute – dann wäre er sicher in dem Jahr schon losgezogen und hätte die Welt erkundet.

Von 2005 bis 2008 machte er seine Ausbildung, blieb bis 2010 auch bei dem Arbeitgeber – unter sehr speziellen Bedingungen. Auch da fehlte noch der Mumm und er ließ sich zu viel gefallen (70-Stunden-Wochen, Wochenendarbeit, Gehälter, die 3 Monate nicht kamen). Der Vorteil an dieser Situation war, dass er noch Zuhause wohnen „musste“, da er ja unter den Umständen keine Miete regelmäßig zahlen konnte. Das Zuhausewohnen an sich war nicht sein positiver Nebeneffekt, aber er konnte so viel Geld zurücklegen jeden Monat. Das nutzte er dann für Reisen innerhalb Europas. Jede freie Zeit ging es dann entweder quer durch die deutschen Wälder oder auch ins benachbarte Ausland, um die Natur dort zu erkunden und Fotos zu machen. 2010 war aber auch gleichzeitig dann der Punkt erreicht, wo sein Körper den ganzen arbeitstechnischen Druck und Stress nicht mehr einfach so wegsteckte und er in ein tiefes Loch fiel. Durch den Beruf hatte er kaum mehr Zeit für soziale Kontakte oder Unternehmungen, was ihm deutlich zusetzte, da er immer schon ein sehr offener und kommunikativer Mensch war.

Als Konsequenz suchte er einen Berufswechsel. Sein behandelnder Arzt empfahl sofort eine Auszeit. Doch Ralf sah in einer neuen Stelle in Düsseldorf seinen Ausweg und trotzdem dass er geschwächt war, freute er sich auf den Perspektivenwechsel. Doch auch hier war nicht alles rosig und der Kampf um ein vernünftiges bzw. faires Gehalt gepaart mit seltsamen Hierarchiegedanken seines Vorgesetzten machten auch hier das Arbeiten nicht immer einfach. Jedoch waren die Rahmenbedingungen um einiges besser als vorher, sodass er auch ausziehen konnte und sich endlich die eigenen 4 Wände in Köln ergaben. Das Sozialleben war zurückgekehrt und er merkte aber deutlich noch, wie sehr ihm die Vergangenheit noch in den Gliedern saß und er musste einfach mal was anderes sehen und komplett abschalten. 2011 machte er sich mit einer Freundin zusammen für 2 Wochen nach Kalifornien auf, um dort von San Francisco nach LA zu reisen. Und dieser Roadtrip rief Urkräfte in Ralf hervor, die irgendwo jahrelang geschlummert hatten. Das unter Reisefreudigen geläufige Gefühl von WANDERLUST (Fernweh) war nun in Ralf stärker denn je. Vor allem, da im Alltag leider neben ganz vielen tollen Menschen auch immer ein paar waren, die es Ralf nicht gerade einfach machten. Das ständige Nörgeln, Meckern über Gott und die Welt, der Dauerdruck und Stress auf der Arbeit, der absolut unnötig war weil es nie um Leib und Leben ging… Ralf merkte, dass er so, wie er sich tagtäglich geben „musste“, um irgendwie in diese Welt zu passen, nicht weitermachen konnte und auch nicht wollte.

Als es dann 2012 Anfang Mai (nach vielen Diskussionen mit seinem Chef und einem Hin und Her) plötzlich hieß „Ja, du kannst Dir im Juni und Juli insgesamt 2 Wochen Urlaub nehmen.“, war es leider zu spät – alle Freunde hatten schon Urlaub gebucht. Aber die 2 Wochen jetzt wieder in Europa irgendwo verbringen… Wo die ganze Welt doch noch offen stand, Australien, Neuseeland… Aber das lohnt sich nicht für 2 Wochen, wenn man 2 Tage davon schon nur im Flieger sitzt… Mittelamerika… Aber alleine? Durch den Dschungel in Costa Rica oder dann zu den Galapagos Inseln? Zu teuer für 2 Wochen… Nennen wir es mal Schicksal, was dann folgte (ja liebe Freunde, der Autor dieses Buches glaubt fest daran, bei allem, was in den folgenden Jahren so passierte). Es war Mitte Mai, als eine Werbeanzeige im Internet aufploppte: Flüge von Frankfurt nach Calgary und zurück für 600 €. Alleine nach Kanada? Sollte er es wagen? Mit einem Mietwagen durch die Rocky Mountains? Aber seit 2005 ist er kein Auto mehr gefahren. Vielleicht am Ende noch Vancouver mitnehmen und von dort nach Hause… So ging es 3 Tage abends nach der Arbeit immer hin und her, bis Ralf dann einfach den „JETZT BUCHEN“-Knopf betätigte. Da stand es dann schwarz auf weiß: „Herzlichen Dank für Ihre Buchung bei AirTransat und viel Spaß in Kanada.“

Mit ordentlich Muffensausen saß Ralf am xx.xx.2012 im Zug nach Frankfurt und hatte den ersten Langstreckenflug ohne Begleitung vor sich. Wie würde es in Calgary sein? Finde er sich da zurecht? Hoffentlich sind die Straßenverhältnisse nicht so chaotisch wie in Los Angeles, wo 7 Spuren in eine Richtung führten und man teilweise 4 Fahrbahnen nach links musste von jetzt auf gleich, um irgendwie sein Ziel zu erreichen. Oh Gott, was macht er wenn seine Couchsurfing-Hosts ihm einfach absagen, nicht da wohnen, oder irgendwelche Verrückten sind? Du siehst lieber Leser, da waren einige wirre Gedankenzüge in Ralfs Kopf. Doch die hatten sich nach der Landung in Calgary schlagartig zerstreut. „Hello Sir, how are you? May I have your passport please? Oh from Germany, my grandpa lived in Heidelberg – do you know this city?“ Die Dame an der Einreisekontrolle am Flughafen verwickelte Ralf in einen knapp 5-minütigen Plausch und sagte dann nur: „So welcome to Canada and enjoy your stay as much as you can!“ Das war 2004 und 2011 in den USA ein ganz anderer Ton. Und es sollte so weitergehen. In seiner Unterkunft am 1. Abend gab man Ralf so viele Tipps und Ratschläge, was er wann wo und wie am besten unternehmen könne, dass er gar nicht mehr wusste, warum er im Vorfeld so viel recherchiert hatte.  

In den zwei Wochen wiederfuhren Ralf noch viel mehr solcher Momente. Die Hosts von Couchsurfing nahmen ihn mit auf Wanderungen, zeigten ihm ihre Städte, integrierten ihn am Canada Day komplett in ihren Tagesablauf – das hatte er alles nicht erwartet. Und diese Freundlichkeit, Offenheit und Hilfsbereitschaft der Menschen in der Region traf er überall an. Fremde setzten sich zu ihm ins Café, plauderten 30 Minuten mit ihm, um dann wieder ins Büro zu verschwinden – die Mittagspause war vorbei. Sowas gibt es doch in Deutschland eher selten. „Wir wohnen teilweise 40 Kilometer oder noch weiter voneinander entfernt in diesem doch sehr weitläufigen Land. Da ist man lieber nett und freundlich im Umgang miteinander, weil man nie weiß, wann man mal auf den anderen angewiesen ist. Und wenn ich mal was benötige, weiß ich dass ich immer beim Nachbarn klingeln kann bzw. einfach in der Garage es mir ausleihen kann.“ Das wurde Ralf so von einer Kanadierin erzählt, die auf einer Farm in Alberta lebt, wo wirklich nichts außer Prärie ist und hier und da mal ein anderes Haus. Natürlich gibt es auch in Kanada Vollidioten (eine Frau zeigte ihm den Mittelfinger, weil sie an einer Baustelle das Einfädeln wohl nicht kannte und sich ausgebremst fühlte), aber davon hat er nur sehr vereinzelt mal welche getroffen.

Zusammenfassend kann man aber sagen: In diesen 2 Wochen hat Ralf zu sich selbst gefunden. Er erinnert sich noch sehr gut an seinen 2. Tag in Banff: „Ich saß alleine an den Vermillion Lakes. Die Berge ringsherum spiegelten sich auf der ruhigen Wasseroberfläche und an einem kleinen Teich graste ein Reh. Ein Weißkopfseeadler kreiste plötzlich am Himmel vor mir und begrüßte mich mit seinem typischen Ruf. Langsam ging die Sonne unter und malte rosa Wolken an den Himmel, die sich um die Berggipfel wickelten. Diese Szenerie war wie gemalt. Ich genoss es einfach dort zu sitzen, mal ohne Kamera, Handy und andere Ablenkungen. So fühlt sich Freiheit an! Seit Jahren fühlte ich mich das erste Mal wieder vollkommen glücklich – frei von all dem Leistungsdruck, Sorgen und Problemen der anderen. Was war wirklich wichtig im Leben? Diese Frage stellte ich mir genau in diesem Moment und kam zu dem Entschluss: Genau das hier! Diese Momente, wo man einfach nur beobachtet, zur Ruhe kommt und die Welt um sich herum vergisst. Es zählt nur noch dieser Augenblick in der Natur. Vollkommen alleine und umgeben von einer traumhaften Landschaft.“ Die folgenden Tage boten so viele Gänsehautmomente, dass

Die 12 Tage vergingen wie im Flug und Ralf versuchte so viel wie möglich zu sehen und zu erleben. Als es dann hieß Abschied nehmen, ging es ihm richtig mies. Diese „fremden“ Menschen waren in kürzester Zeit zu wirklichen Freunden geworden. Was man daran merkt, dass sie auch nach 8 Jahren immer noch sehr regelmäßigen Kontakt haben – trotz der Entfernung und auch wenn man sich mal 3 Jahre nicht sieht. Noch nie hatte Ralf nach einem Urlaub so sehr nicht wieder zurückgewollt. Und er war nicht alleine. In der Schlange vor dem Check-In standen noch 2 andere Passagiere, die sich mit dem Taschentuch immer wieder die Tränen wegwischten, die einfach so liefen. Ihnen ging es ähnlich und sie hatten keine Lust wieder zurück in das gestresste Umfeld ihres Heimatlandes zu reisen. Sie hatten ebenfalls Menschen kennengelernt, mit denen sie sich nach ein paar Tagen richtig angefreundet hatten. Ralf war also kein Einzelfall, sondern dieses Land hat wirklich etwas Magisches, was seine Besucher fesselt und nicht mehr weglassen möchte…

Jetzt hast Du viele Dinge über meine Liebe zu dem Land erfahren… Aber wie kam es dazu, dass ich das in einem Buch niederschreibe und mein Wissen an Dich weitergeben möchte?

Dazu werde ich Dir am Freitag mehr erzählen. Also ich freu mich, wenn Du weiterhin dabei bist und Dich rund um KANADAS WESTEN und den „Wunschkanadier“ hinter dem Buch informieren möchtest!

Hab einen schönen Tag!
Ralf

Liebe OBM-Besucher,

der 2. OBM-Tag stand ganz im Zeichen von INSTA-LIVE.

Morgens gab es eine kurze Begrüßung aus der Bonner Rheinaue und am Abend dann das große Interview zu mir, meinem Buch und natürlich ganz viel Kanada mit Elena von Elenas ZeilenZauber.

Hier die Links zum „Nachschauen“:
Morgendliche Begrüßung

Großes Interview am Abend


Was braucht es, um ein Buch zu veröffentlichen? Diese Frage stellen sich sicherlich einige von Euch auch, die eine tolle Idee haben und einfach nicht wissen, wie sie diese umsetzen. Mir ging es jahrelang so. Klar war mir schon immer, dass ich etwas über meine Reisen schreiben möchte, da mir die Vielfalt der Welt, die verschiedenen Kulturen, die Flora und Fauna, die auf der Welt so unterschiedlich sein kann, schon immer das liebste Thema war, mit dem ich mich tagtäglich beim Lesen auseinandergesetzt habe oder selber auf meinen Reisen kennenlernen konnte.


Anfangs sollte es noch ein Fotoband werden mit Anekdoten von meinen Reisen durch Europa, Nord- und Mittelamerika… Doch alleine die Arbeit das Bildmaterial aus den 10-12 Jahren Reisen zusammenzusuchen, war zwar teilweise richtig toll, doch auch sehr frustrierend, wenn ich sah, dass ich kein geeignetes Bildmaterial von bestimmten Orten hatte, die für mich persönlich aber eine sehr große Bedeutung haben. Gerade darum ging es doch. Das, was wirklich mit persönlichem Bezug war, sollten meine Leser aufsaugen und geschmückt mit Zitaten und kleinen Weisheiten ein wenig dahin bringen, wo ich durch das Reisen hingekommen bin. Ich hatte mich verändert über die Jahre, da ich meinen Horizont erweitert hatte und so viel erleben dürfte, dass ich die Welt an sich – aber auch mein eigenes Leben und wie ich es leben möchte – mit anderen Augen sah.

Dieser persönliche Bezug brachte mich (um mal ein wenig vor zu spulen) dann an den Punkt wo ich dort saß und für Freunde 2018 den Auftrag bekam, doch bitte eine Reise nach Kanada zu planen. Über die Jahre hatte ich so viel von Kanada geschwärmt und ja 2017 meiner Frau die Region gezeigt – inklusive Verlobungsring – dass die Verbindung zu diesem Land nie irgendwie abschwächte. Wenn ich mal keine gute Woche hatte, dann plötzlich in meinem Natur-Jahreskalender ein Bild der Rocky Mountains auftauchte, war der ganze blödsinnige Kram wieder ad acta gelegt. Und als ich so über der Reiseroute für Lucia und Sabrina saß, wuchs in mir dieser Wunsch, das ganze grafisch aufzubereiten und daraus ein Werk zu gestalten, das die Schönheit dieser Region, die Artenvielfalt vor Ort und meine Liebe zu diesem Land und seinen Bewohnern vereint.

Anfang 2019 war es dann soweit und „der erste Versuch“ war soweit fertig, dass ich drucken konnte. Es war ein Hardcover mit Infos zu allen wichtigen Regionen, dazu die geplante Route, die ich für Lucia und Sabrina zusammengestellt hatte, Hintergrundinfos und dann auf knapp 60 Seiten das Reisetagebuch – leere Seiten, in denen man selber Eintragungen während der Reise vornehmen kann. Es sah „nicht schlecht aus“ und ich schenkte den beiden eins für ihren Urlaub. Die Überraschung war gelungen und sie waren echt begeistert. Ich versuchte mein Glück über Etsy, die anderen 20 Bücher irgendwie an die Leser zu bringen. Klappte auch insofern, dass wirklich 3 Fremde das Buch kauften. Ein tolles Gefühl – hier nochmal ein Gruß an Isa, die meine erste vollkommen fremde Käuferin war und die dann anhand meines Buches ebenfalls dann eine Route zusammen mit mir ausarbeitete.

Ich war ein wenig stolz – aber noch etwas unzufrieden. Da musste mehr rauszuholen sein – nein, anders gesagt: Da musste definitiv noch viel mehr Herz und Leidenschaft reingesteckt werden. Was war das Besondere an diesem Reisebegleiter? Meine Erfahrungen und meine Lieblingsorte waren dort hineingeflossen… Aber ehrlich gesagt merkte ich, dass noch etwas fehlte. Etwas, das von Dauer ist, dass diese Leidenschaft weiter begleitet. Etwas professioneller auch wirkt und vielleicht sogar dann im Buchhandel zu erwerben ist. Was heißt hier vielleicht – das war das Ziel! So viele Menschen wie möglich auf dieses „Kanada“ aufmerksam machen.

Und so arbeitete ich einem Upgrade. Dieses Buch, was Anfang 2020 fertig werden sollte, musste etwas haben, was andere Bücher nicht haben. Mir kam ein Gedanke. Warum nur meine Highlights aufnehmen? Die Freunde von mir, denen ich die Reise geplant hatte, haben auch viele tolle Orte kennengelernt und Erlebnisse gehabt, die es wert sind unter die Menschen gebracht zu werden. Wie ich einst als Gastautor in dem Buch „Off The Path: Eine Reiseanleitung zum Glücklichsein“ einen kurzen Bericht beisteuern konnte, könnte ich es doch jetzt auch machen. Und vielleicht noch andere Themen integrieren, die mir wichtig sind. Gesagt getan – und so schrieb ich meine Freunde an, die gerne zu ihren Highlights etwas berichten wollten. Zum Thema „Nachhaltiges Reisen“ schaffte ich es Herrn Andreas Klotz vom „Mondberge Charityprojekt“ zu gewinnen, ein Interview mit mir zu führen. Herr Klotz hatte mich mit dem „Mondberge Magazin“ schon immer begeistern können und ich war dermaßen aufgeregt, ihn persönlich kennenzulernen. Alleine diese Dinge machen die Arbeit an einem Buch schon zu etwas Besonderem.

Doch irgendetwas fehlte mir immer noch. Was wäre ein Buch über Kanadas Westen, wenn nicht auch die Leute vor Ort zu Wort kommen? Gesagt getan: Meine Freunde vor Ort wurden alle angeschrieben und nach und nach gingen tolle Beiträge bei mir ein, wo ich beim Gestalten der Seiten schon wieder ins Schwärmen kam und das Fernweh wuchs. Wie sollte es da erst Menschen gehen, für die dieses Land komplett neu ist, wenn sie all die interessanten und vielseitigen Aspekte über die Region lesen? Und warum nicht direkt noch weitere Bereiche aus der Region miteinbinden? Gedacht – umgesetzt. Ich schrieb bestimmte Sehenswürdigkeiten an, ob sie nicht auch einen Beitrag liefern könnten. Von den First Nations der Squamish and Lil’Wat bekam ich die Erlaubnis, ihre wunderschön illustrierte Karte des Sea-to-Sky-Highways zu nutzen mit kulturellem Hintergrund, der mich damals 2014 schon fasziniert hatte. Die River Safari bot mir an, einen Coupon-Code im Buch abzudrucken, der für alle Reisenden Gültigkeit hat. Das Buch wuchs und wuchs…

Aber: Es fehlte immer noch etwas, wo ich nebenbei dran arbeitete. Ein interaktiver Bereich schwebte mir vor, mit noch mehr Infos. Aber was sollte da rein? Herr Klotz war in unserem Interview sehr offen und meinte auch, dass dieser Bereich interessant klingt, er sollte dann aber auch mehr als überzeugen und einen deutlichen Mehrwert neben dem eigentlichen Bucb haben. Puh, kurzer Rückschlag in meinen Planungen, denn davon war ich noch weit weg. 3 Wochen saß ich da nun abends und hatte immer wieder Ideen, die aber von der Umsetzung her wirklich sehr schwach waren…

Und dann war sie da: DIE IDEE, die aus diesem Buch wirklich etwas ganz Besonderes machen kann. Nicht nur für die Leser, sondern auch für mich selber. Ein interaktiver Bereich, der stets gefüllt wird mit aktuellen Infos direkt aus Kanada. Klar, wenn ich 2020 dann wieder dort bin, kann ich auf jeden Fall neue Restaurants, Cafés und Unternehmungen vermerken. Aber was ist mit der Zeit, in der ich nicht nach Kanada reisen kann? Da sind doch die Freunde vor Ort, mit denen ich regelmäßig kommuniziere. Wie wäre es, diese noch intensiver in das Projekt mit einzubinden?

Es war perfekt. Ja liebe/r Leser:in, für mich war diese Idee perfekt. Auf der einen Seite bekomme ich immer wieder ein Update zu empfehlenswerten Orten in den einzelnen Städten, wo meine Freunde leben oder unterwegs sind. Und auf der anderen Seite halte ich so noch viel engeren Kontakt nach Kanada! Die Arbeit dahinter – vergessen wir das bitte ganz schnell. Als Laie, was die Arbeit mit WordPress & Co. angeht, waren es harte 4 Monate, an denen ich Tools testete, herumexperimentierte und mir Videos auf Youtube ansah, nur um alles so hinzubekommen, dass es auf der einen Seite professionell aussieht – vor allem aber auch funktioniert! Im März 2020 war ich schon 3 Monate hinter meinem Zeitplan, aber was Halbfertiges wollte ich auch nicht rausbringen. Doch im Mai sollte unsere Reise nach Kanada starten und vorher MUSS das Buch fertig sein. Corona durchkreuzte dann ja alle Pläne dieses Jahr, so dass ich auch von einer großen Buchvermarktung erstmal Abstand nahm. Veröffentlichen und dann schauen, was so möglich ist. Der Vorteil: Bei der geplanten Veröffentlichung am Victoria Day (18. Mai) war ich nun nicht in Kanada, sondern hier vor Ort und konnte das alles etwas im Auge behalten und feiern!

Du siehst, liebe/r Leser:in – nach Plan läuft bei einer Buchproduktion sicherlich nur das wenigste. Ich hatte auch mal einen Roman angefangen, wo ich aber in Kapitel 3 schon den Protagonisten habe sterben lassen. Das Mittelalter kann grausam sein – und so fand auch meine Geschichte ein unvorhergesehenes und vor allem sehr schnelles Ende nach 70 Seiten. Aber beim Schreiben passierte es einfach.

Was ich damit sagen will ist Folgendes: Ein gutes Buch benötigt Zeit. Es gibt Höhen und Tiefen und man muss sich darüber im Klaren sein, dass es auch Momente gibt, wo man nicht weiterkommt, wo die Kreativität einen im Stich lässt, wo der Kopf auch mit anderen Dingen vollkommen blockiert ist. Lasst das einfach zu, regt Euch nicht darüber auf und geht nicht zu hart mit Euch ins Gericht. Das ist vollkommen normal und ich bin wirklich gespannt, andere Beiträge auf der OBM zu lesen, die von Ihren Schreiberfahrungen berichten. Beim Verfassen eines Buches geht es meiner Meinung nach immer darum, die eigene Leidenschaft auszuleben und mit dem Ziel zu verbinden, anderen Menschen diese entweder ebenfalls näherzubringen oder sie für ein Thema zu begeistern, von dem sie so noch gar nichts wussten. Eine andere Perspektive auf ein Thema zu erhalten ist für viele wichtig. Oder einfach nur abtauchen zu können in eine vollkommen fremde Welt…

Für angehende Autoren ist es meiner Meinung nach das Wichtigste, sich selber nicht zu sehr unter Druck zu setzen. Perfektionismus kann am Ende eines Buches die Deadline in Gefahr bringen. Wie oft habe ich mir Passagen durchgelesen und wollte diese dann wieder anpassen. Seiten mussten komplett neugestaltet werden und und und… Man muss auch mal sagen: So, da habe ich jetzt was Tolles geschafft, raus damit! Ab zur Druckerei und unter die Menschen mit diesem Werk.

Jetzt aber genug für heute von diesem Thema. Ihr merkt schnell, ich schweife wieder ab. Was ich Euch heute im Laufe des Vormittags noch zeigen werde ist „das Besondere“ an meinem Buch. Ich poste noch kleines Videos, in dem Ihr ein paar Eindrücke von meinem interaktiven Bereich erhaltet und wie er aufgebaut ist.

Viel Spaß dabei und ich freue mich auf morgen. Ihr hoffentlich auch, dann da gibt es ein paar Anekdoten und bisher unveröffentlichtes Bildmaterial von meinen Reisen durch Kanada.

Einen schönen Tag wünsche ich Euch und bei Fragen oder Anmerkungen, schreibt mir gerne!

Euer Ralf on Tour

Liebe OBM-Besucher:innen,
hier nun auch das angekündigte Video zum Interaktiven Bereich! Viel Spaß und ich freue mich über Feedback.

Link zum Video

Hallo zusammen und willkommen an Tag 4 auf meinem Stand der Online-Buchmesse.

Sehr oft höre ich die Frage: Warum eigentlich das Buch und diese Liebe zu Westkanada? Darauf antworte ich meistens immer, dass die Menschen dort einfach anders sind als hier. Das Land wirkt entspannter, man macht sich nicht über jeden kleinen Punkt Gedanken oder setzt sich so unter Druck, weil ja Arbeit das Wichtigste ist und die Karriere an erster Stelle steht. Das Gefühl hatte ich hier sehr oft, dass Privatleben an 2. Stelle steht und die Arbeit das Zentrum eines jeden Lebens sein sollte. Ich habe meine Prioritäten anders gesetzt, was mir in manchen Situationen schon den ein oder anderen Ärger eingebrockt hat auf Seiten meiner Arbeitgeber. Man lernt aber daraus und klar, sind die Aufgaben im Büro auch wichtig. Aber wenn ich etwas in meiner neuen Stelle gelernt habe, dann ist es, dass es bei den wenigsten Bürojobs „um Leib und Leben geht“. Und daher muss man nicht seine Gesundheit opfern oder sein Privatleben zurückstellen, nur um einen Kunden zufriedenzustellen. Bekommt er seine Sachen zwei oder drei Tage später, geht die Welt auch nicht unter.

Gefühlt habe ich diese Einstellung in Kanada das erste Mal weitläufig. Egal, wo ich in diesem Land war. Woran mache ich das fest? Ganz einfach: Ich wurde belächelt, weil ich mich für sehr viele Dinge entschuldigt habe. Ob ich 5 Minuten zu spät zu einem Treffen kam, etwas Falsches eingekauft hatte, weil ich die Begriffe im Englischen nicht kannte oder einmal falsch abgebogen bin und wir 20 Minuten in die verkehrte Richtung fuhren… Hier habe ich es oft von Freunden gehört oder teilweise auch selber erlebt, dass in Deutschland dann oftmals Panik ausgebrochen ist. Es wurden sich Ausreden überlegt, warum man zu spät ist, oder wieso man nicht zu einem Treffen kommt, die wildesten Geschichten ausgedacht. Ich war da auch schon an Punkten, wo ich einfach mal keine Lust hatte 2 Stunden sonst wohin zu fahren und mir dann Erklärungen überlegt habe – statt einfach zu sagen „Sorry, aber ich habe heute einfach keine Lust vor die Tür zu gehen und fühle mich nicht nach Gesellschaft.“ Einfach nur aus Sorge, der oder die andere hätte kein Verständnis und würde da sonst was für ein Theater dann veranstalten. Ich muss gestehen, diese Personen sind auch nicht mehr mit mir befreundet, denn als ich anfing das zu ändern, kam wirklich kein Verständnis, sondern es wurden Dramen daraus, was ich denn bitte für ein Freund wäre oder wieso ich mich so anstelle, nur weil ich mich nicht gut fühlen würde könne ich doch dennoch 2 Stunden mit der Bahn fahren…

Mag jeder sehen wie er will, aber um mal auf Kanada zurückzukommen. Da lief das in der Situation, wo ich falsch abgebogen bin und man nicht wenden konnte wie folgt ab: Wir fuhren 20 Minuten die Straße entlang und mir war das total unangenehm. Ich ging im Kopf schon Dinge durch, die ich sagen konnte und meine Freundin auf dem Beifahrersitz erzählte nur, dass wir dann die nächste Ausfahrt nehmen können und dann wieder auf dem gleichen Weg zurückmüssen. Wir würden knapp 50 Minuten zu spät zu der Geburtstagsfeier eines Freundes kommen. Oh man, was für ein toller erster Eindruck. Da darf ich schon mit zu solchen Feiern und dann bin ich der Depp, der zu spät aufkreuzt.
Als wir ankamen gab es nur ein lautes „Hey, there you are – Welcome!“ Ich wollte schon anfangen mich zu entschuldigen, da preschte meine Freundin schon vor und sagte, dass ich die falsche Ausfahrt genommen habe. Das einzige was kam war: „Ach kein Problem, wenn man da einmal abfährt ist das aber auch nervig und man muss ewig geradeaus, da der Mittelstreifen nicht überfahren werden kann. Schnapp dir ein alkoholfreies Bier und viel Spaß, freut mich, dass Du hier bist Ralf! Erzähl gleich mal mehr von dir, wir sind schon gespannt, was dich hierher verschlägt.“ Keine bösen Blicke, keine dummen Sprüche… Ich war verblüfft. Hätte ich aber nicht sein sollen, denn so ist es mir die ganze Zeit gegangen.

Wer kennt es nicht? Man ist hier im Wald unterwegs, geht spazieren. Dann kommen dir andere Wanderer entgegen, du grüßt freundlich… Und dein Gegenüber mustert dich nur und guckt weg – ohne zu grüßen. Wie unhöflich! Finde ich – und sicherlich auch die meisten von Euch. Doch leider erlebe ich das immer häufiger, dass ein freundliches Hallo nicht erwidert wird. Im Freundes- und Kollegenkreis höre ich das auch immer mehr, dass sie das nicht verstehen. Um mal die Jugend an dieser Stelle in Schutz zu nehmen, bevor wieder jemand mit diesem Klischee anfängt – meistens sind es die Erwachsenen, die nicht zurückgrüßen!
Ganz anders in Kanada. Du grüßt beim Wandern, du bekommst ein Hallo zurück. Du wirst gefragt, wie es dir geht, man spricht dich an, ob du Lust hast auf ein gemeinsames Päuschen, ob du dich gerne dazu setzen möchtest und auch ein paar Marshmallows haben möchtest. Sobald du auf einem Stadtplan schaust, steht ein Kanadier neben dir und fragt dich, ob er dir helfen kann. Dir wird ein Restaurant empfohlen, wo du gut essen kannst und dann heißt es – ach warum eigentlich, komm zu uns, wir grillen heute im Garten! Und das nach 5 Minuten Smalltalk.

Eine weitere Geschichte aus meinen Reisen handelt von meiner Fahrt von Calgary nach Banff, der erste richtige Tag auf kanadischem Boden. Als ich das erste Mal auf die Rocky Mountains zufuhr und diese Bergkette am Horizont erblickte, überkam es mich. Mir liefen die Tränen die Wangen runter, dass ich mir diesen Traum nach so vielen Jahren erfüllt hatte, dass ich mit dem Auto rechts ranfuhr und in einer Parkbucht am Straßenrand erstmal ein wenig weinte. Auf der gegenüberliegenden Fahrbahn hielt ein Wagen an und der Mann am Steuer signalisierte mir, ich solle das Fenster runterkurbeln. Ich wischte die Tränen weg und machte die Fenster halb runter… „What’s up man, are you ok?“ Ich erklärte ihm kurz, dass das nur Freudentränen seien und ich mich nur kurz sammeln musste, damit ich vernünftig weiterfahren könne. Der Mann lachte, meinte noch ich solle mal abwarten, was mich dann noch auf dem Rest der Reise erwarten würde und dass ich hier nie wieder wegwollen würde. Er bedankte sich für meine Reaktion, weil das immer ein Zeichen für ihn ist, dass er in einem wundervollen Land lebt und er darin bestätigt wird sein Glück auf Erden hier gefunden zu haben, winkte mir zu und wünschte mir eine tolle Zeit. Dann fuhr er weiter. Er sollte Recht behalten, am Ende der Reise wollte ich wirklich nicht mehr nach Deutschland…

„Der Mann im Café“ war ebenfalls ein Ereignis, das mich geprägt hat. Ich wartete auf eine Verabredung aus Deutschland, die in Vancouver für einige Wochen arbeitete. Auf einer Webseite im Internet hatte sie eine Art „Stadtführung“ angeboten. Während ich so wartete (ich war 1 Stunde zu früh) genehmigte ich mir bei Tim Hortons wieder einmal meine TimBits und las ein wenig in meinen Reiseunterlagen zu Vancouver Island. Ein Mann im Anzug trat an meinen Tisch und fragte, ob er sich setzen könne. Natürlich, sind ja noch 3 Stühle frei. Er bedankte sich und fing einfach an zu erzählen bzw. mich zu fragen, woher ich denn komme. Sieht nach deutscher Reiseliteratur aus. Er kann ein wenig gebrochenes Deutsch, da sein Opa Deutscher war – bevorzugt aber die englische Sprache. Ich erzählte ein wenig über mich, woher ich komme und er erzählte von Heidelberg, dass er dort ab und an mal war. Dann gab es mir Tipps zu Vancouver Island, was ich in Vancouver auf jeden Fall gesehen und erlebt haben muss und nach 30 Minuten stand er auf, nahm seinen Kaffee und meinte nur: „Ralf, es hat mich sehr gefreut, aber meine Pause ist rum. Ich muss wieder arbeiten gehen. Viel Spaß weiterhin in Kanada, genieß die Zeit und alles Gute.“ Das wünschte ich ihm dann auch und weg war er. Ok, einfach seine Mittagspause mit einem Fremden verbringen und sich unterhalten – macht das mal hier in Deutschland. Da wird man doch in den meisten Fällen nur komisch angeschaut.

Weitere Anekdoten von mir und meinen Erlebnissen in diesem Land findest Du in meinem Buch und auf der dazugehörigen Webseite. Dort kommen nach und nach auch noch nichterzählte Geschichten hinzu. Und wie versprochen zeige ich Euch in einem 2. Post noch ein paar Schnappschüsse aus KANADAS WESTEN, die noch nie veröffentlicht wurden. Viel Spaß und ein schönes Wochenende Euch! 

Wie wählt man bei der Gestaltung eines Buches aus, welche Bilder auftauchen und welche man dann nicht verwendet? Diese Frage hatte ich schon mal im Interview am 2. Tag der OBM erörtert und werde Euch daher hier nur noch ein paar Schnappschüsse zeigen, ohne zu sehr darauf einzugehen, warum diese Bilder bisher nicht zu sehen waren. Viel Spaß also bei exklusivem Material von meinen Reisen durch KANADAS WESTEN!

Die Galerie findest Du aus technischen Gründen unter diesem Post! 🙂

Der perfekte Zeitpunkt zur Veröffentlichung… Darauf haben mich viele angesprochen, warum ich denn trotz COVID einen Reisebegleiter in KANADAS WESTEN veröffentliche? Die Frage habe ich mir auch gestellt. Als es im März hieß: keine Reisen mehr ins Ausland und man absehen konnte, dass es dieses Jahr nichts mehr wird mit einem Kanadaurlaub, hatte ich mich schon gefragt, ob das dann Sinn macht mit dem Buch? Es wird keiner nach Reiseliteratur suchen. Keiner plant für dieses oder kommendes Jahr einen Urlaub wahrscheinlich.

Und dennoch habe ich am 18.05.2020 mein Buch veröffentlicht. Warum? Nun ja, ein weiser Mensch sagte mir einst, dass es nie den perfekten Moment für eine Buchveröffentlichung gibt, sondern dieser immer JETZT ist. Man wird nie abschätzen können, was passiert. Trotz intensiver Planungen, Marketingstrategien kann immer was dazwischenkommen, sei es privat oder im Alltag allgemein.

Bei mir war klar, dass ich abwarten muss, dennoch aber die Werbetrommel für Kanada rühren kann. Der Verkauf ist bis heute noch mager, aber das kann sich ja – sobald die Grenzen wieder offen sind im kommenden Jahr vielleicht – schlagartig ändern. Auch jetzt wird immer mal eines der Bücher gekauft wie ich feststelle, was mich sehr freut. Dies ist vor allem durch ein Highlight in meiner noch jungen Autorenlaufbahn so gekommen. Ich habe am SelfPublishing-Buchpreis 2020 teilgenommen und habe es dort auf die Longlist geschafft. Durch diesen Erfolg taten sich plötzlich Perspektiven auf, die ich so nie erwartet hätte. Es gab Interviews, Talkrunden, Blogger:innen berichteten über mein Buch und boten den Longlist-Kandidaten eine Plattform für ihre Bücher. Kontakte wurden geknüpft zu anderen Autor:innen und das Buch hatte plötzlich eine andere Reichweite: Es wurde wahrgenommen. Die Ehre, auf der Longlist des SPBP 2020 zu stehen, hat in mir wieder das Feuer für das Projekt geweckt, um das es so ein wenig ruhiger geworden war. Es kamen hier und da zwar auch mal Rückmeldungen aus Kanada, dass ein neues Café geöffnet hatte, aber das hielt sich natürlich auch in Grenzen durch COVID. Doch durch die Nominierung habe ich auch die Möglichkeit gehabt, mal ein paar Bücher in einer Buchhandlung in Kommission zu geben (s. Bild). Ein tolles Gefühl, wenn Dein Werk neben all den anderen Reisebüchern dann im Regal zu finden ist! Außerdem habe ich mich mit weiteren Möglichkeiten der Vermarktung ein wenig auseinandergesetzt und nun bin ich hier auf der Online-Buchmesse zu finden, berichte über mich und das Buch und habe ja nun auch Dich mit diesem Text hier erreicht, während Du das liest. Das freut mich ungemein – egal ob Du jetzt das Buch kaufst oder nicht. Aber überlegen wir jetzt mal, ich hätte die 2 Jahre Arbeit jetzt einfach so liegen gelassen, die Veröffentlichung verschoben bis irgendwann nach dem Virus – wann immer das auch sein wird. Nichts von dem, was ich bis hierhin erreicht habe, wäre dann möglich gewesen! Mit dem heutigen Tag war es das auch noch nicht. Doch bevor ich zu einem kleinen Ausblick komme, möchte ich mich bei Elena von Elenas Zeilenzauber bedanken für die Betreuung vor und während der Messe, die kleinen „Arschtritte“ in die richtige Richtung, dass ich auch ein wenig mehr Input hier liefere. Es hat mir richtig viel Spaß gemacht und freue mich sehr auf die weiteren Kontaktpunkte hier und da und wer weiß – vielleicht dann ja im nächsten Jahr (hoffentlich!) auch mal auf der ein oder anderen Präsenzveranstaltung einer Buchmesse oder Lesung oder was auch immer. Vielen lieben Dank an dieser Stelle!

Auch noch ein Dankeschön an die Organisatorin @Helen Schmidt und ihre großartige Vorbereitung für dieses Format. Es war genau das Richtige, um das Buchjahr 2020 so ein wenig ausklingen zu lassen. Beziehungsweise ein bisschen Werbung zu machen für die Buchbranche, die Autor:innen, Blogger:innen, Verlage, SelfPublishing-Supporter und und und… Vielleicht wird ja das ein oder andere Buch auch unterm diesjährigen Weihnachtsbaum zu finden sein. Ich jedenfalls hatte eine wahnsinnig tolle Zeit auf der Online-Buchmesse und freue mich aufs kommende Jahr, wo ich mit Sicherheit wieder gerne dabei bin!

Mein Buch in der Parkbuchhandlung in Bad Godesberg!

Noch eine kleine Vorschau auf das Ende des Monats. Am 21. und 22. November findet das SelfPublishing-Festival statt. Und auch ich bin dort vertreten mit einer Art MultiVision-Show über KANADAS WESTEN. Ab 11 Uhr nehme ich Euch mit auf eine kleine Reise nach Alberta und British Columbia und außerdem werden noch ein paar kleine Highlights auf Euch warten. Ein bisschen was gegen Fernweh – oder es wird danach noch ein wenig größer sein. Dafür übernehme ich dann gerne die Verantwortung! 🙂

Seid gespannt und ich freue mich, wenn Ihr dann auch dabei seid. Anmelden könnt Ihr Euch kostenlos unter: https://selfpublishing-buchpreis.de/selfpublishing-festival/

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Ralfontour | Ralf Vogt, In der Hofwiese 6, 53567 Asbach

E-Mail:
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